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Neues von der Insel

... die eigentlich ja überhaupt keine ist. Aber im ideellen Sinne und mit ein wenig Phantasie birgt die Schorfheide schon etwas von Abgeschiedenheit und Ruhe, die nur einen begrenztes Terrain bieten kann.
Wald und Wasser in einem, wo findet man das schon noch, ohne das es der Menschen zu viele sind.

   
 

Vollsperrung B 167 zum Beginn der Ferien

Schorfheide (MOZ) Der Protest hat offensichtlich nicht viel genutzt. Mit dem Beginn der Sommerferien wird die Bundesstraße 167 in Finowfurt voll gesperrt. Damit ist auch die Autobahn-Anschlussstelle dicht. Der Landesbetrieb Straßenwesen saniert bis Ende September die Fahrbahn.

Ab Donnerstag, 10 Uhr, sind die B 167 in Finowfurt und die Autobahnauffahrt Richtung Norden voll gesperrt. "Wir müssen einfach die Ferien nutzen", begründet Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb den Zeitpunkt. Der Schulbusverkehr habe vor den Interessen einzelner Gewerbetreibender Vorrang. Deshalb bleibe es auch beim geplanten Start im Bereich der Autobahn-auf- bzw. -abfahrten. Nachdem die Firma Eurovia VBU den Zuschlag erhalten hat, seien am Montag bei der Bauanlaufberatung die Details besprochen worden.

Demnach wird in einem ersten Abschnitt die B 167 von der Autobahnanschlussstelle bis zur Straße "Zum Krugacker" ab 16. Juli voll gesperrt. Die westliche Abfahrt in Richtung Eichhorst sei von der Vollsperrung nicht betroffen, so Otte. Für neuerlichen Unmut dürfte vor allem die Dauer der Sperrung sorgen. War vormals für den Bereich der Anschlussstellen von zwei Wochen die Rede, ist nunmehr eine Sperrzeit von satten vier Wochen geplant. "Aus bautechnischen Gründen haben wir die ersten Abschnitte zusammengelegt", erklärt Otte. Damit liegt nun auch die 300-Jahrfeier von Eichhorst im August voll in der Sperrzeit. Die Umleitung verläuft laut Otte über Eichhorst, Joachimsthal, Altenhof, Lichterfelde nach Eberswalde und umgekehrt.

Anschließend werden - ebenfalls unter Vollsperrung - die Ortsdurchfahrt sowie die Kreuzung Werbelliner- / Hauptstraße saniert. Ein halbseitiges Bauen ist laut Otte in Finowfurt nicht möglich. "Dazu ist die Fahrbahn nicht breit genug. Wir kriegen keine Fahrspur hin." Erschwerend komme hinzu, dass die Schächte mitten in der Fahrbahn zu sanieren sind. Schließlich sei man auch für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Bauleute sowie der Verkehrsteilnehmer verantwortlich, wirbt Otte um Verständnis. Aber selbst das dürfte die betroffenen Gewerbetreibenden kaum überzeugen. "Es ist schon befremdlich, dass man die Probleme und Sorgen der Geschäftsleute einfach so abtut", erklärt Axel Ritter, Vorsitzender der Tourismusgemeinschaft Schorfheide-Chorin, der MOZ. Bei der Bauanlaufberatung, an der er teilgenommen hat, seien Bauherr und Straßenbauer den Betroffenen nicht in einem Punkt entgegengekommen. Erschreckend sei ebenso, dass etliche Politiker auf den Brief, in dem die Touristiker um Hilfe baten, gar nicht reagiert haben. Selbst vom Landkreis, so Ritter, habe man keine Unterstützung bekommen.

Sylvio Wurmsee, Ortsvorsteher von Eichhorst, zeigte sich "entsetzt", als er die Hiobsbotschaft erfuhr. Er spricht von einer "unerträglichen Ignoranz". Mit der Vollsperrung werde der Tourismus komplett blockiert, werde eine ganze Region mitten in der Saison lahmgelegt. Nicht nur Gastwirte, auch zahlreiche andere Unternehmen seien betroffen. Ebenso wie die Organisatoren der 300-Jahrfeier in Eichhorst. Für den heutigen Sonnabend, 9.30 Uhr, hat Wurmsee noch einmal alle Betroffenen zusammengetrommelt. Treff ist im Radler-Point Wildau.

Selbst Schorfheides Bauamtsleiterin Manuela Brandt ist am Freitag aus allen Wolken gefallen. "Ich bin empört. Das ist gegen alle Absprachen." Der Landesbetrieb hatte der Gemeinde zugesagt, die Anschlussstellen zur Jahrfeier von Eichhorst zu öffnen.


MOZ/Samstag, 11. Juli 2009 (08:41)

Von: Viola Petersson/MOZ




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