Meine Erfahrungen mit dem 3D-Film "Avatar"
Diesen Film muss man gesehen haben! Er ist sowohl von den 3D Effekten als auch von der erzählten Geschichte spektakulär. Warum allerdings Sigourney Weavers Rolle an die von Louise Fletcher als Lillian Reynolds in "Projekt Brainstorm" von 1983 angelehnt ist, weiß nur Cameron selbst.
Diesmal sind wir die Aliens und damit hat dieser Film auch einige politische Ansagen. Zum ersten wird das unbedachte Eingreifen mit Waffengewalt in anderer Völker Angelegenheiten kritisiert, als auch die alles beherrschende Profitgier der Menschen, die alles Gewachsene hinwegfegt, wenn es nur ordentlich Geld bringt. Es ist ein Appell an uns erst genau hinzusehen und dann zu handeln. Solche Mammutbäume wie im Film zu Fall gebracht werden, gibt es zwar nicht auf dieser Erde, aber Brasiliens Urwälder lassen grüßen...
Interessant auf jeden Fall die technischen Ansätze (mischen von menschlicher und außerirdischer DNA ist wohl in dieser Zeit kein Problem mehr).
Umgeben ist dies alles mit einer Rahmenhandlung die man aus herkömmlichen Indianerfilmen kennt - nur das diesmal die Indianer gewinnen.
Der Film ist lang (3h) aber niemals langweilig. Einige Szenen sind mit etwas zu blutig geraten - insbesondere in 3D.
Apropos 3D. Man sollte etwas vorsichtig sein. Ich hatte zum Beispiel nach diesem Film akute Schwindelanfälle. Die gaben sich jedoch nach ca. 5 Tagen wieder. Zu bemerken waren Fokussierungsschwierigkeiten der Augen - wie ein "Nachziehen" der Bilder, die man wahrnimmt.
Es gibt verschiedene Theorien zu diesem Phänomen.
- Die Rezeptoren geben, obwohl man sich ja scheinbar im Raum bewegt keine Reize an das Gehirn ab. Das Gehirn erwartet diese Reize aber ( zum Beispiel bei einem Sturz in die Tiefe das Fallgefühl) und reagiert danach falsch, wenn wieder Sehen und Sinneseindrücke zusammen wahrgenommen werden.
- Mein Gehirn (50 Jahre alt) ist einfach zu langsam für diese Informationsflut, die bei 3D auf mich einstürmt. Jüngere Besucher hatten kaum Probleme.
- Es gibt eine Empfehlung um den Schwindel zu vermeiden. Man soll der Kameraführung folgen. Was heißt das genau? Wie das menschliche Auge stellt die Kamera im Raum den Vordergrund oder den Hintergrund scharf. Der Mensch ist allerdings so beschaffen, das er die Gefahr aus dem Hintergrund erwartet - auch, oder gerade wenn dieser unscharf dargestellt wird, weil der Regisseur der Meinung ist, der Schauspieler ist jetzt wichtig und deshalb den Vordergrund scharfstellt. Durchbricht man nun die "Regieanweisung" permanent und schaut sehr oft in unscharfe Bereiche, kommt das Auge durcheinander.
Richtige, fundierte Erklärungen habe ich bisher noch nicht im Internet gefunden.
Hoffentlich wird demnächst keine Altersbeschränkung nach oben eingeführt ;-))
Jedenfalls habe ich noch einmal Glück gehabt, den folgende Meldung kam heute:
Meldung vom 19.01.2010 aus Taiwan:
In Taiwan ist ein Kinogänger nach einer Vorführung des Science-Fiction-Films "Avatar" zusammengebrochen. Elf Tage später starb er an einer Hirnblutung - ausgelöst wurde diese laut Arzt vermutlich durch "übermäßige Aufregung" während des Filmschauens. siehe auch hier >>